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Weisse Zahnfüllung

Metallallergie auf Dentalmaterial

 

 

 

Was man über die Metallallergie auf Dentalmaterial wissen muss

Allergie ist eine übertriebene Abwehrrreaktion des Immunsystems, bei der es sich gegen ein Material wehrt, das sonst für den Körper harmlos ist, also sollte es sich eigentlich gar nicht dagegen wehren. Die verschiedensten Metalle können eine  Allergie auslösen und es kann sich überall im Körper zeigen, so auch im Mund, was als Metallallergie auf Dentalmaterial bekannt ist. Es ist wichtig, über die Metallallergie zu sprechen, da bei den Zahnbehandlungen oft Metall verwendet wird, wie zum Beispiel bei Gebissen, Kronen, Brücken oder Implantaten.
Das häufigste allergene Element ist das Nickel, aber man findet in der Fachliteratur auch zahnärztliche Allergien gegen Kobalt, Chrom und Palladium. In diesem Eintrag beschäftigen wir uns mit diesem Thema detaillierter

 

 

 

 

 

Symptome der Metallallergie auf Dentalmaterial

Die Patienten suchen heutzutage die Zahnärzte immer häufiger mit Entzündungsbeschwerden auf, die in der Mundhöhle erscheinen und nicht heilen wollen. Im Hintergrund steht in vielen Fällen eine Metallallergie auf Dentalmaterial. Vor ein paar Jahrzehnten wurden diese Erscheinungen unsicherer Herkunft einfach als Allergie diagnostiziert. Heute kann man eine viel genauere Antwort auf sie geben, denn man kann bei den meisten, in dem Zahnmedizin benutzten Metallen sagen, ob sie bei einer Person eine Allergie verursachen können.

Eine Metallallergie auf Dentalmaterial kann sich auf viele verschiedene Weise zeigen. Es ist eine ausgesprochen schlechte Nachricht, dass die Symptome der Allergie nicht nur in der Mundhöhle, sondern auch an anderen Stellen des Körpers in Form von Ausschlag und Blasen entstehen können. Sie können sogar im Gesicht erscheinen, wo sie nicht nur schmerzhaft sind und jucken, sondern auch ästhetisch unangenehm sein können.

 

 

 

Doch in den meisten Fällen betreffen die Beschwerden, die durch Metallallergie auf Dentalmaterial verursacht werden, die Mundschleimhaut und den Mundbereich. Die meistbekannten Symptome sind:

  • Mundbrennen
  • Zungenkribbeln
  • trockener Mund
  • Entstehen von Mundgeschwüren
  • elektrisches Gefühl
  • Zahnfleischentzündung und –blutung
  • Hautentzündung im Mundbereich

 

Man muss erwähnen, dass die aufgezählten Symptome nicht nur durch Metallallergie verursacht werden können. Nichtsdestotrotz muss man bei solchen Beschwerden unbedingt zum Arzt gehen, der einen mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Hautarzt weiterschicken wird. Der Hautarzt bestimmt innerhalb 24-72 Stunden mit Hilfe von entsprechenden Tests die Art der Allergie und den Stoff oder die Stoffe, durch die sie ausgelöst wird. Wenn der Zahnarzt die Ergebnisse kennt, kann er viel sicherer darüber entscheiden, welcher Zahnersatz bzw. welche Zusammensetzung bei der Füllung für den Patienten der beste ist.

 

 

 

Welche Metalle können Allergiesymptome auslösen?

Sämtliche Metalle können Allergiesymptome auslösen, dazu gehören leider auch die in der Zahnmedizin benutzte Metalle. Die häufigsten Metalle, die Allergien verursachen, sind:

  • Nicken
  • Kobalt
  • Chrom
  • Quecksilber
  • Beryllium
  • Kupfer

 

Im Extremfall kann sogar Gold bei Menschen, die empfindlich darauf reagieren, allergische Reaktionen auslösen. Auch Titan, das vor einigen Jahren noch als antiallergen galt, kann bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen.

Früher, als Zahnfüllungen aus Amalgam benutzt wurden, wurde das Amalgampulver mit Quecksilber vermischt und so in den Zahn gesetzt. Das war in erster Linie wegen des Quecksilbers problematisch. Heute wird schon nicht Amalgam für Zahnfüllungen benutzt, stattdessen werden metallfreie, ästhetische, weiße Zahnfüllungen verwendet.

 

 

 

Weisse Zahnfüllung

Weiße Füllungen sind viel ästhetischer und enthalten kein Metall.

 

 

 

Kann man die Metallallergie auf Dentalmaterial behandeln?

Die Allergie ist leider nicht heilbar. Wenn eine Metallallergie auf Dentalmaterial bei einem Patienten wegen eines Bestandteils seines Metall-Keramik-Zahnersatzes – Krone oder Brücke – nachgewiesen wird, gibt es nur eine wirksame Behandlungsmethode: der Ersatz des Metalls durch ein anderes, geeignetes Material. Die Füllungen und Zahnersatze, die aus einem Material hergestellt wurden, die Allergien verursachen, müssen entfernt und gegen solche Materialien ausgetauscht werden, die bei der Person keine Allergiesymptome verursachen. Darüber kann man sich ausschließlich mit der vorherigen Durchführung eines Allergietests vergewissern. Wenn sich einmal bei jemandem eine Überreaktion auf ein Metall entwickelt hat, muss er zwar sein ganzes Leben lang mit der Krankheit zusammenleben, er kann jedoch ein normales Leben führen.

 

 

 

Wie kann man die Metallallergie auf Dentalmaterial vorbeugen?

Die Antwort ist sehr einfach: wenn Sie wissen, dass Sie eine Metallallergie haben, sollten Sie einen Allergietest machen lassen, bevor Sie sich an einen Zahnarzt wenden. Aus dem Test können Sie erfahren, ob Sie empfindlich auf das Metall sind, das in dem von Ihnen gewählten Zahnersatz enthalten ist. Das ist bloß eine einfache Untersuchung, durch die Sie sich aber in der Zukunft jede Menge Unannehmlichkeiten ersparen können.

Aus unserem Eintrag haben Sie erfahren, was Allergie bedeutet, welche Symptome eine Metallallergie haben kann, welche Metalle eine Allergie auslösen können, und ob die Metallallergie behandelbar ist und wie man sie vorbeugen kann. Zum Glück kennt die Zahnmedizin eine Reihe von ausgezeichneten, metallfreien Lösungen, ob es um einen Zahnersatz, eine Füllung oder Implantate geht. Sie müssen also auch nicht auf schöne und gut funktionierende Zähne und ein gesundes Lächeln verzichten, wenn Sie eventuell zu den betroffenen gehören.

 

 

 

Vergessen Sie nicht: es liegt in Ihrer Verantwortung, herauszufinden, ob Sie an einer Metallallergie leiden. Wenn Sie es versäumen, setzen Sie sich überflüssigen Risiken aus.

 

 

 


 

 

Mundchirurgische Operation,

wie sollten wir uns vorbereiten?

 

Das ausziehen eines zahnes oder eine mundchirurgische operation geschieht immer mit dem zweck des schutzes

 

Eine mundchirurgische Operation, zum Beispiel eine chirurgische Zahnentfernung wird dann nötig, wenn der Zahn mit einer konventionellen Vorgehensweise nicht entfernt werden kann. Zum Beispiel ein unter dem Zahnfleisch abgebrochener Zahn oder wenn die Zahnkrone oder der Zahnhals durch Karies beschädigt wurde.  

 

Es kommt vor, dass ein Zahn nicht, oder nur teilweise das Zahnfleisch durchbrechen kann. Solche Zähne können eine Entzündung oder im schlimmeren Fall Zysten verursachen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Zähne entfernen zu lassen, bevor sie auch in dem umlegenden Gewebe eine Entzündung verursachen.

 

Entzündung, Karies, Zyste

 

Weisheitszahn

Der häufigste Fall, dass ein Zahn durch einen mundchirurgischen Eingriff entfernt werden muss, ist die Entfernung eines Weisheitszahnes. In diesem Fall kann der Zahn das Zahnfleisch aus irgendeinem Grund nicht durchbrechen, dessen Ursache Platzmangel sein kann, oder dass der Weisheitszahn in dem Kieferknochen in einer anormalen Position ist. In beiden Fällen ist eine chirurgische Operation die Lösung, man braucht also einen mundchirurgischen Eingriff.

Es ist auch ein häufiges Phänomen, dass der Weisheitszahn nur teilweise durchkommen kann. Ein Teil der Krone kommt heraus, aber der Rest der Zahnoberfläche bleibt unter der Schleimhaut und das wird im Laufe der Zeit für den Patienten schmerzhaft. Auch in diesem Fall wird eine mundchirurgische Operation nötig.

 

 

Ein paar Ratschläge, die man vor einer mundchirurgischen Operation befolgen sollte

Auf eine erfolgreiche Operation müssen wir uns bewusst vorbereiten.

 

Eine Zahnentfernung oder andere Eingriffe, die den Zahn betreffen (Wurzelspitzenresektion, Zahntransplantation), sind Eingriffe, die mit wenig Blutverlust verlaufen – in der medizinischen Fachsprache nennt man sie invasive Eingriffe. Deshalb ist es ratsam, dass man sich gründlich darauf vorbereitet. Wenn wir anstatt uns zu fürchten oder uns selbst die Schuld zu geben die bewusste Vorbereitung wählen, haben wir viel größere Chancen auf eine schnelle und schmerzlose Operation und Heilung.

 

Wie sollten wir uns auf eine mundchirurgische Operation vorbereiten?

Der Verlust eines Zahnes, ob es uns bewusst ist oder nicht, zieht auch seelische Folgen nach sich. Es verursacht im Grunde genommen die Reaktion von Trauer, wie der Verlust einer für uns wichtigen Person oder Sache.

Wut ist eine häufige Reaktion, bei der wir entweder uns selbst oder unseren Zahnarzt für den Verlust des Zahnes verantwortlich machen. Warum habe ich mir sie nicht öfter geputzt? Warum bin ich nicht rechtzeitig zur Kontrolle gegangen? Warum bin ich nicht zu einem anderen Zahnarzt gegangen, usw. Das sind allgemein bekannte Reaktionen, allerdings bringt es uns der Lösung nicht näher, wenn wir uns oder einem anderen die Schuld geben. Mit diesem Verhalten verschwenden wir nur Zeit und Energie, die wir aber für die schnelle Heilung brauchen werden.

Die Zahnentfernung und auch alle anderen mundchirurgischen Operationen werden dann am erfolgreichsten, wenn Sie bei bester Gesundheit sind. Sie sind gut vorbereitet, haben keine Angst und vertrauen darauf, dass Sie in den besten Händen sind.

 

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Bewusste Vorbereitung auf die mundchirurgische OP – größere Chance auf einen schmerzlosen Eingriff und auf eine optimale und schnelle Heilung.

 

Vor der Operation:

  ist es empfehlenswert eine gründliche, professionelle Zahnsteinentfernung bzw. Mundhygiene machen zu lassen, das heißt Zähneputzen, Zahnsteinentfernung und Zahnpolierung. Durch diese Schutzmaßnahmen kann selbst nach der Operation eine gesunde Mundflora erhalten werden und es kann vermieden werden, dass der operierte Bereich eine Infektion oder eventuell eine Entzündung bekommt. Die Vorbeugung ist extrem wichtig, damit die effektivste Heilung nach der Mundhöhlenoperation gesichert werden kann.

 

 

Vorbereitung beim Essen:

Darf man vor der Behandlung essen?

Ja, man muss sogar etwas essen! – informiert uns der Fachmann. Wenn der Blutzuckerspiegel niedrig ist, sind wir vor und während des Eingriffs nervöser. Außerdem ist die Speichelproduktion bei Behandlungen auf nüchternen Magen erhöhter, was die Arbeit für den Zahnarzt erschwert. Andererseits darf man nach der Operation eine Zeit lang nichts essen, so ist es besser, wenn wir uns nicht mit einem Bärenhunger in den Behandlungsstuhl setzen. Man sollte keine schweren und fettigen Speisen verzehren, damit wir unseren Körper nicht durch die Verdauung belasten.

 

Sie sollten am Tag der mundchirurgischen Operation also leichte, nahrhafte Speisen essen, aber nicht mit vollem Bauch in die Praxis gehen. 1-2 Stunden vor dem Eingriff sollten Sie viel Flüssigkeit (nach Möglichkeit reines Wasser) trinken. Planen Sie nach der Operation kein Festmahl ein, bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie leicht kaubare Speisen essen und wenn es geht, sollten diese ein paar Tage lang keine Milchprodukte enthalten.

 

Einnahme von Medikamenten vor der mundchirurgischen Operation

Falls Sie regelmäßig verschiedene Medikamente nehmen (Herzmedikamente, Antipsychotika usw), kann Ihr Zahnarzt Ihren allgemeinen behandelnden Arzt um eine Konsultation bitten. Anhand der Konsultation kann Ihr Facharzt oder Ihr Hausarzt empfehlen, die Dosierung der Medikamente umzustellen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Ärzte in diesem Fall für die Konsultation und die neue oder vorübergehende Umstellung der Medikamente einige Tage benötigen könnten. Ihr Zahnarzt wird Ihnen in erster Linie Antibiotika und Schmerzmittel empfehlen, wenn er es für nötig hält.

 

Viele wissen es nicht, obwohl es wichtig ist: einige Tage vor und nach dem Eingriff sollten Sie KEIN Aspirin nehmen, denn sein Wirkstoff begünstigt die Blutgerinnung nicht. Es ist sinnvoll, vor und auch nach der Behandlung Vitamin C und Multivitaminpreparate zu nehmen, denn diese helfen erwiesenerweise bei der Heilung!

 

Wenn Sie eine ernstere Knochenoperation haben werden, ist es sinnvoll, einen Tag Urlaub zu nehmen und sich nach der Operation zu Hause zu erholen.